Weiter geht´s nicht: Das Ende der Sowjetunion auf Kamtschatka 1991/92

Im Spätsommer 1991 führt die Neugier Anselm Graubner nach Kamtschatka ganz im Osten der Sowjetunion. Diese besteht zu diesem Zeitpunkt nur noch auf dem Papier. Die sowjetische Ordnung zerfällt auch am äußersten Rand des Imperiums, in einer Region, die bereits im 18. Jahrhundert unter Zarenherrschaft kolonisiert wurde. In einer Übergangszeit voller Ungewissheit heuert der damals 23-jährige Fotograf bei der Regionalzeitung Kamtschatskaja Prawda an, ein an sich unerhörter Vorgang. Seine Sprachkenntnisse sind dürftig, doch sein Blick ist wach.

Merkur-Preis 2025 für Niklas Weber

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für seine herausragende Dissertation, in der er die Geschichte der Eisenbahnreise im 19. Jahrhundert noch einmal anders und neu erzählt.

»Ich kann als Historiker keinen ›Faulheits-Shift‹ erkennen«

Im aktuellen politischen Diskurs kommt immer wieder die Frage auf, ob die Deutschen häufiger krank würden oder fauler geworden seien? Weder noch, so ZZF-Abteilungsleiter Winfried Süß im Interview mit der ZEIT. »Faulheit ist ein moralisches Urteil. Und der Arbeitsbevölkerung in Deutschland generell Faulheit zu unterstellen, halte ich für infam – diese Unterstellung ist empirisch falsch.«