Die lange Geschichte der ›Wende‹. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989

Abgeschlossenes Verbundprojekt
Es wurde gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmmen des Leibniz-Wettbewerbs 2016-2020.
Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Kerstin Brückweh 
Mitarbeiter*innen: Dr. Anja Schröter, Kathrin Zöller, Clemens Villinger

Moving Lab: Was fliegt denn da? Basketball in Berlin vor und nach 1989/90

Zeit: 19-21 Uhr

Führung zum Basketball Court am Flughafen Tempelhof, Podiumsgespräch und Erzählabend 

Sportgeschichte ist Zeitgeschichte. Das gilt auch und erst recht für den Basketball, der zum Ende des Kalten Krieges einen enormen Umbruch erfuhr. Am Beispiel des Basketballs fragen wir deshalb nach historischen Umbrüchen im Sport, in der Politik und in der Gesellschaft. Warum avancierte Alba Berlin infolge der Vereinigung zu einem Gesamt-Berliner Verein, während die Stadt im Hinblick auf andere Sportarten weiterhin zwischen Ost und West geteilt ist? Welche Rolle spielte die coole Freiplatzkultur im globalen Basketball-Boom der 1990er Jahre?

Über diese und weitere Fragen kann sich das Publikum mit prominenten Gästen, wie Marco Baldi, CEO von ALBA Berlin, und Henning Harnisch, Vizepräsident von ALBA Berlin und langjähriger Nationalspieler beim Erzählabend austauschen und von eigenen Erfahrungen berichten. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einem Besuch des Basketball Courts über der Empfangshalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof, der bis 1989/90 von der US Army genutzt wurde.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Verpflegung inklusive.

Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit der Tempelhof Projekt GmbH und ALBA Berlin im Rahmen der Reihe „Moving Labs“ des Leibniz-Labs „Umbrüche und Transformationen“ und „THF x GESCHICHTE“ begleitend zur multimedialen Ausstellung „Freigespielt! Basketball vor und nach 1989“ ausgerichtet. Gefördert wird sie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
 

Leibniz Summer Fellowships in the field of “German and/or European (including Eastern European) History in the Twentieth Century”

The Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF) is pleased to invite applications for two 

Leibniz Summer Fellowships in the field of “German and/or European (including Eastern European) History in the Twentieth Century”. 

These two-month fellowships provide international scholars an opportunity to pursue individual research in Germany while participating in the academic life of one of Germany’s major historical research centres. 

Preisverleihung "CLIO 2026 – der Preis für den besten Film zu einem historischen Thema“


Zeit: 19:00 Uhr, 18:30 Uhr Sektempfang 

Zum achten Mal vergibt der Verein »moving history – Festival des historischen Films Potsdam« die CLIO für eine aktuelle deutsche Film- und Fernsehproduktion, die sich auf besonders gelungene Weise mit einem historischen Thema befasst. Die Clio gilt in der griechischen Mythologie als die Muse der Geschichtsschreibung.

Gewinner der CLIO 2026  - Preis für den besten Film zu einem historischen Thema ist: 
EINAR SCHLEEF – ICH HABE KEIN DEUTSCHLAND GEFUNDEN
Regie Sandra Prechtel, Filmgalerie 451 (2026)
Die Landeshauptstadt Potsdam – UNESCO Creative City of Film – ist Stifterin des mit 5.000 € dotierten Preises. Die Schirmherrschaft für moving history 2026 haben die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel, und der Schauspieler Jörg Schüttauf übernommen.
Neben der Regisseurin Sandra Prechtel nehmen an der Preisverleihung die Schauspielerin Jutta Hoffmann, der Schirmherr der CLIO 2026 Jörg Schüttauf, die Schirmherrin des Festivals Noosha Aubel, Laudator Gunnar Decker sowie Moderator Patrick Wellinski teil. 

Für die Clio 2026 waren zudem nominiert: 

SILENT FRIEND
von Ildikó Enyedi | Pandora Film | 2025

KARLA
von Christina Tournatzés | achtung panda! | 2025

BORN TO FAKE
von Benjamin Rost, Erec Brehmer | MSZ Production & Consulting | 2025

HOLOFICTION
von Michal Kosakowski | Kosakowski Films | 2025

DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE
von Kirill Serebrennikow | CG Cinéma International, Hype Studios, Lupa Film I 2025

Der Gewinnerfilm, alle nominierten Filme sowie drei moving history | Spezial werden ab 25. September 2026 im Filmmuseum Potsdam und im ersten Quartal 2027 im Zeughauskino Berlin gezeigt. 

Alle Informationen zur CLIO 2026 und zum Filmfestival finden Sie auf der Website des Veranstalters moving history e.V. 

Veranstalter: 
Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des moving history – Festival des historischen Films Potsdam e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Die Veranstaltungen werden gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und vom Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM). Partner sind das Filmmuseum Potsdam und das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (DHM).

Buchvernissage: Diplomatie in Gesellschaft


Beginn: 18:00 Uhr 

Podiumsdiskussion mit: 

Moderation: Priv-Doz. Dr. Jonathan Voges (Hannover/Potsdam) 

Was verbindet einen Berliner Zoodirektor mit den deutsch-chinesischen Beziehungen im kalten Krieg? Existierte feministische Diplomatie bereits in den 1930er-Jahren? War die Schweizer Neutralität mehr ein kulturelles Image als aussenpolitische Praxis? Wie brachte ein Hund politisches Tauwetter zwischen Kennedy und Chruschtschow? Und was hat der Papst mit Diplomatie zu tun? 

Der Abend beleuchtet, wie eng Diplomatie und Gesellschaft verflochten sind und welche Einsichten die Geschichte für die heutige Diplomatie bietet. Vorgestellt wird die Publikation «Diplomatie in Gesellschaft» (Intercom Verlag Zürich). Anschliessend präsentieren Studierende der Universität Luzern ihre Beiträge, die sich im Frühjahrssemester 2026 mit Diplomatiegeschichte beschäftigt haben.

Veranstalter: 
Universität Luzern, Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Historisches Seminar in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Ausstellung: Alles bleibt anders – Alltag im Wandel


Wie verändern große gesellschaftliche Wandlungsprozesse das tägliche Leben? Die Ausstellung „Alles bleibt anders – Alltag im Wandel“ des Leibniz-Labs „Umbrüche und Transformationen“ lädt dazu ein, den Umbrüchen der vergangenen 50 Jahre nachzuspüren und eigene Erfahrungen in die Ausstellung einzubringen. 

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Digitalisierung und Globalisierung, der Zusammenbruch des Staatssozialismus und die Deutsche Einheit sowie die wachsende Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz. Anhand von anschaulichen Beispielen aus Arbeitswelt, Wohnen, Mobilität und Freizeit zeigt die Ausstellung, wie diese Entwicklungen den Alltag geprägt haben und bis heute nachwirken. 

Die Schau ist vom 11. November 2026 bis zum 10. Januar 2027 im Foyer der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu sehen (Eintritt kostenfrei). Danach wandert sie weiter nach Nürnberg, Bremerhaven, Marburg und Leipzig.

In Potsdam richtet sich der Blick besonders auf den Natur- und Umweltschutz. Dieser spielte bereits für den Umbruch 1989/90 eine wichtige Rolle und gewinnt angesichts des Klimawandels wieder an Bedeutung. Die Ausstellung regt dazu an, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden und über die Herausforderungen und Chancen von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen ins Gespräch zu kommen.
 

Vernissage

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 10. November 2026 um 18.00 Uhr im Veranstaltungssaal der Bibliothek statt. Für eine Teilnahme an der Ausstellungseröffnung wird um eine Anmeldung per Mail (lab [at] zzf-potsdam [dot] de) bis zum 26. Oktober 2026 gebeten.
 

Begleitveranstaltungen

10. Dezember 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Veranstaltungssaal der Stadt- und Landesbibliothek
Handwerk Ost – Arbeits- und Lebenswelten zwischen Plan und Markt
Buchvorstellung und Diskussionsrunde
Mit Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam) und Alexia Pooth (Universität Bochum/ZZF)

15. Dezember 2026, 18:00 Uhr
Potsdamer Gespräche: Die 1990er Jahre in Potsdam ausstellen
Stadt- und Landesbibliothek und Potsdam Museum
Führung und Gespräch
Mit Anja Tack (Potsdam Museum/ZZF) und Julia Wigger (ZZF)


Führungen

17. November 2026, 17:00 bis 18:00 Uhr 
Geführter Rundgang durch die Ausstellung
Foyer der Stadt- und Landesbibliothek
Es wird um eine Anmeldung per Mail (lab [at] zzf-potsdam [dot] de) bis zum 16. November 2026 gebeten.

26. November 2026, 17:30 bis 18:30 Uhr 
Geführter Rundgang durch die Ausstellung
Foyer der Stadt- und Landesbibliothek
Es wird um eine Anmeldung per Mail (lab [at] zzf-potsdam [dot] de) bis zum 25. November 2026 gebeten.

7. Januar 2027, 17:00 bis 18:00 Uhr
Geführter Rundgang durch die Ausstellung
Foyer der Stadt- und Landesbibliothek
Es wird um eine Anmeldung per Mail (lab [at] zzf-potsdam [dot] de) bis zum 6. Januar 2027 gebeten.


Das Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ bündelt und wertet die bestehenden Forschungserkenntnisse von 28 Leibniz-Instituten aus, um aus früheren Umbrüchen für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Das Leibniz-Lab wird geleitet vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig, gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft.