Das Doktorand*innenforum ist eine jährliche wissenschaftliche Tagung zu aktuellen Themen der Zeitgeschichte, die auswärtigen Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit bietet, ihre Promotionsprojekte am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) vorzustellen und zu diskutieren. Die Doktorand*innen des ZZF übernehmen die thematische Konzeption und die Organisation der Konferenzen.
20. Potsdamer Doktorand*innenforum zur Zeitgeschichte
»Finding the Right Size: Skalen und Maßstäbe in der Zeitgeschichte«
Das diesjährige Doktorand*innenforum findet vom 26. bis 27. November 2026 am ZZF in Potsdam statt.
Organisation: Julian-Dakota Bock, Caroline Elfe, Lisa Thiel und Leon Waldmann
Call for Papers für das 20. Doktorand*innenforum zur Zeitgeschichte
Deadline zur Einreichung von Abstracts unter doktorandenforum [at] zzf-potsdam [dot] de (doktorandenforum[at]zzf-potsdam[dot]de): 31. Juli 2026
Die Untersuchungsmaßstäbe von Historiker:innen haben sich zeitlich und räumlich zunehmend neu justiert und erweitert, etwa in der Globalgeschichte, der Umweltgeschichte und Anthropozänforschung oder in der Deep History, die historische Zeitlichkeiten weit über die Grenzen des Archivs hinaus ausdehnt. Auch die Digital Humanities beziehungsweise die Digital History kalibriert unser Verhältnis zu historischen Quellen neu. Viele dieser zentralen methodischen und theoretischen Debatten der jüngeren Geschichtswissenschaft kreisen um Fragen der Skalierung.
Das 20. Potsdamer Doktorand:innenforum zur Zeitgeschichte greift historiographische Aushandlungsprozesse rund um Maßstäbe und Perspektiven auf und nimmt die »methodische Verunsicherung« (Carlos Spoerhase), die sich in jüngster Zeit allgemein in den Geisteswissenschaften mit Blick auf die verwendeten Skalen beobachten lässt, zum Anlass, den Fokus auf die konkreten Praktiken historischer Skalierung in zeitgeschichtlichen Forschungsprojekten zu richten. Im Mittelpunkt des Forums steht die Frage, wie Maßstäbe oder Skalen gesetzt, angenommen, verschoben und reflektiert werden und welcher Erkenntnisgewinn sich daraus ergibt beziehungsweise ausbleibt.