Moving Labs: Industriekultur leben und die Zeit nach der Kohle gestalten. Arbeitswelten in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und im Ruhrgebiet

Werkstattbericht, Bilderbingo und Podiumsgespräch zu Industrieregionen im Wandel 
7.Mai 2026, 16:30 Uhr, Kraftwerk Zschornewitz

Die Industriekultur lebt vom Ehrenamt und vom Austausch vor Ort. Das Leibniz-Lab für Umbrüche und Transformationen organisiert deshalb eine Diskussion von Ehrenämtler*innen, Auszubildenen und Studierenden zu industriekulturellem Erbe und Arbeitswelten in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und im Ruhrgebiet. Im Anschluss daran sollen die Ergebnisse der Diskussion einer breiteren regionalen Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu lädt das Leibnz-Lab ab 16:30 Uhr ins Kraftwerk Zschornewitz ein. 

Die Veranstaltung beginnt mit einem Bericht über die Diskussionen am Vormittag. Danach gibt es Zwipro, Oberkipper, Sabotagebalken und vieles mehr zu sehen. Zeigt das Titelbild eine Aufnahme aus Sachsen-Anhalt oder dem Ruhrgebiet? Raten Sie mit bei „Auf Schicht“ - einem Bilderbingo. Zum Abschluss gibt es ein Podiumsgespräch dazu, wie Industriekultur bewahrt und Zukunft gestaltet werden kann – mittendrin im einst leistungsstärksten Braunkohlekraftwerk der Welt. Mit dabei sind Ehrenämtler*innen, Wissenschaftlern der Leibniz- Gemeinschaft, Vertretern des Just Transition Center, Festival Osten & Forum Rathenau, u.v.a.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt (NIK) und der Ferropolis Stiftung Industriekultur gGmH mit dem Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ unter Beteiligung folgender Leibniz-Institute: Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Deutsches Bergbaumuseum Bochum/Leibniz Forschungsmuseum für Georessourcen, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam im Rahmen der Reihe „Moving Labs“ des Leibniz-Lab.

Mehr Infos zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Website des Leibniz-Lab.

Die Zukunft der Diplomatie - We agree to disagree

Die Zeit der Großmächte ist zurück: Gilt nun das Recht des Stärkeren, statt der Stärke des Rechts? Die Diplomatie steht unter Druck - Was können Botschafter und Diplomaten heute noch erreichen? Für den Beitrag »Die Zukunft der Diplomatie - We agree to disagree« zur Zukunft der internationalen Diplomatien und die Beziehungen zu den USA und China auf phoenix plus wurde u.a.

Ringvorlesung/Kolloquium: Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze


Ringvorlesung und offenes Forschungskolloquium
Mittwochs, 16-18 Uhr c.t.

Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen ›Updates‹ für die Digital History. 

Die Lehrveranstaltung »Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze« wird im Sommersemester 2026 gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Technischen Universität Berlin (TU) und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) organisiert; außerdem kooperieren wir mit dem Deutschen Historischen Institut Paris. Ziel ist, auf den jeweiligen Themenfeldern den neuesten Stand der Forschung abzubilden und nach internationalen Perspektiven digitalhistorischer Forschung zu fragen. Hybrid zwischen Kolloquium (HU) und Ringvorlesung (ZZF, TU) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.

›Digitalität‹ verbindet diese unterschiedlichen Bereiche, wird aber je nach Zugang anders verstanden: Historische Ansätze untersuchen die Entwicklung von digitaler Computertechnik, Netzwerken und Datennutzung sowie deren gesellschaftliche Konsequenzen und historisieren dabei auch die Digital History selbst als Disziplin. Computational History und Public History hingegen nutzen Digitalität als Werkzeug – entweder um mit datengetriebenen Methoden den geschichtswissenschaftlichen Methodenkanon zu erweitern oder um historische Bildung kritisch reflektiert in digitalen Medien zu kommunizieren. Weitere Felder wie die Umweltgeschichte sind teils ohnehin stark datengetrieben und bringen zusätzliche Perspektiven und Anforderungen ein.

Digital History wird zudem in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich definiert. Die wissenschaftlichen Communities unterschiedlicher Regionen setzen je eigene Schwerpunkte und verfolgen unterschiedliche Ansätze, weshalb die Veranstaltung auch explizit etwa nach Brasilien oder Südostasien blickt.

Mit internationalen Gäst:innen bietet das Kolloquium eine Plattform für den Austausch über die Zukunft der Digital History und richtet sich an alle Interessierten im Feld der digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vorträge werden per Zoom gestreamt; ausgewählte Termine finden in hybrider Form an einem der drei Standorte statt.

 

Programm Sommersemester 2026 

(EN: Vortragssprache Englisch)

15. April | EN
Gerben Zaagsma (Université du Luxembourg)
Facing the History Machine: Why Histories of Digital History Matter
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22. April | EN
Ian Kisil Marino (Universidade Federal de Juiz de Fora, BR)
Digital History from the Margins? Latin American Perspectives on an Emerging Field
Zum Abstract
Zur Aufzeichnung

29. April | EN
Mar Hicks (University of Virgina)
Rethinking Computable Subjects: Methods, Topics, and Boundaries in the History of Computing
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6. Mai | EN
Jane Winters (University of London)
From “digital dark age” to “an age of historical abundance”? The Past, Present and Future of Born-Digital Cultural Heritage

13. Mai | online
Malte Thießen (Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster)
Digitalgeschichte in 3D schreiben: Räume und Regionen der digitalen Transformation von den 1950er Jahren bis heute

20. Mai | hybrid
Gabriele Gramelsberger (Universität Aachen)
Save the Code! Wie lässt sich historische Software erforschen? – Ein Werkstattbericht

Bitte beachten Sie: Dies ist eine hybride Veranstaltung!
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, Raum: H 2051 (Um eine Anmeldung via digitalhistory [at] hu-berlin [dot] de (E-Mail) wird gebeten.)
Online via Zoom.

27. Mai | EN
Zachary Loeb (Purdue University, Indiana)
What’s the worst that could have happened? Y2K and the Risks of the Information Age

3. Juni | hybrid
Martin Schmitt (Universität Paderborn)
Karikaturen digitaler Umwelten: Computer-Natur-Beziehungen im Anthropozän mit Vision Language Models erforschen

Bitte beachten Sie: Dies ist eine hybride Veranstaltung!
Ort: ZZF Potsdam, Am neuen Markt 1, 14467 Potsdam (Um eine Anmeldung via digitalhistory [at] hu-berlin [dot] de (E-Mail) wird gebeten.)
Online via Zoom.

10. Juni | EN
Adrian Wüthrich (Technische Universität Berlin)
Network Epistemology in Practice

17. Juni | EN
Cosima Wagner (Freie Universität Berlin), Jonas Müller-Laackman (Universität Hamburg), Jana Mende (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Till Grallert (Humboldt-Universität zu Berlin)
Mind the Gap: Multilinguale historische Daten und ihre digitale Repräsentation

24. Juni | EN
Stefano Dall’Aglio (Università Ca’ Foscari di Venezia)
When Digital History Goes Public: Theory, Practice, Perspectives

1. Juli | hybrid | EN
Fréderic Clavert (Université du Luxembourg)
Caroline Muller (Université Rennes 2)
From Digital Humanities to History in the Digital Age: Reflecting on Discret Digital Practices
In Kooperation mit dem DHI Paris.

Bitte beachten Sie: Dies ist eine hybride Veranstaltung!
Ort: Deutsches Historisches Institut Paris, 8 Rue du Parc Royal, F-75003 Paris (Um eine Anmeldung via digitalhistory [at] hu-berlin [dot] de (E-Mail) wird gebeten.)
Online via Zoom.

8. Juli | EN
Torsten Hiltmann (Humboldt-Universität zu Berlin)
(Re-)Defining Digital History

15. Juli | EN
Lik Hang Tsui (University of Hong Kong)
Histories of Digital History in the Chinese World: Infrastructure, Method, and Its Discontents