Seit einem Jahr forscht Iris Johanna Bauer am ZZF zu ihrem Dissertationsprojekt "Ostdeutsche Villenviertel nach 1945". Mit dem "Tagesspiegel"- und "Potsdamer Neueste Nachrichten"-Autor Erik Wenk sprachen sie und ZZF-Direktor Prof. Dr. Frank Bösch über ihre bisherigen Erkenntnisse.
Dabei ging es insbesondere um das heute zur Stadt Potsdam gehörende Gebiet "Neubabelsberg". Es gehörte vor und nach Gründung der DDR zu den prächtigsten Villengegenden Potsdams – "ein Umstand, den die sozialistische Verwaltung mit der Umbenennung der Kaiserstraße in Karl-Marx-Straße kaum verdecken konnte. Tatsächlich ging es auch während der DDR sehr bürgerlich und elitär in Neubabelsberg zu".
Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens "Where the Rich Live: Mapping Villa Neighborhoods and Cultures of Wealth in Germany’s Long 20th Century (RichMap)", das gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner durchgeführt wird.
Das Forschungsprojekt des ZZF läuft noch bis 2027. Aktuell werden Zeitzeug*innen gesucht, die in der DDR in Potsdamer Villenvierteln gewohnt haben oder nach der Wende dorthin gezogen sind. Interessierte können sich direkt an Iris Johanna Bauer wenden.
