Angehörige von Todesopfern der RAF haben sich jüngst dafür ausgesprochen, ein Denkmal für die von der Terrororganisation Ermordeten zu errichten. Im Interview mit dem Radiosender MDR Aktuell erläutert Annette Vowinckel, warum es bisher keinen zentralen Gedenkort gibt. Die Perspektiven auf die Erinnerung an die RAF seien höchst unterschiedlich.
Vowinckel erwähnt die derzeitige Errichtung des Lernort Landshut in Friedrichshafen. Anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung der Lufthansa-Maschine soll dieser am 18. Oktober 2027 eröffnen. Die Ausstellung ist derzeit aber nur für die Dauer von einem Jahr geplant. Die ZZF-Historikerin plädiert dafür, den Ort dauerhaft einzurichten, um an Hand eines konkreten Beispiels historisches Lernen zu vermitteln.
Annette Vowinckel ist Leiterin der Abteilung III »Medien- und Informationsgesellschaft« am ZZF Potsdam. Im März ist von ihr das Buch »Landshut 1977. Linksterrorismus in der Bundesrepublik« in der Reihe »Zeitbilder« der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen.
