100 Jahre lang von historischen Ausnahmesituationen geprägt, büßt Berlin derzeit seinen Nimbus einer außergewöhnlichen Metropole ein, meint Kai Müller in seinem aktuellen Essay im "Tagesspiegel".
Dafür hat er u.a. mit Hanno Hochmuth über die Geschichte der Großstadt gesprochen. Er sieht „Pfadabhängigkeiten“ fortwirken, die es in dieser Form nirgendwo sonst gebe. „In anderen Ländern hat die Geschichte nicht dazu geführt“, sagt Hochmuth im Gespräch, „dass Industrie und Finanzwesen sich anderswo als in der Hauptstadt konzentrieren.“ Tatsächlich war Berlin eines von drei wirtschaftlichen Zentren im Kaiserreich – neben dem Ruhrgebiet und Schlesien.
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