Heimat ist nicht nur ein wichtiger Begriff und eine wirkmächtige Idee, Heimat ist soziale Praxis: Historische Akteure haben immer wieder bestimmte Vorstellungen von Heimat in Handeln übersetzt. Anhand von fünf ausgewählten Praktiken analysiert Johannes Schütz die Konstruktion von Heimat in Sachsen zwischen 1969 und 2000. Dabei fragt er nicht nur nach der Aneignung von Heimat, sondern betrachtet die Heimatpraxis vor allem im Spannungsfeld zwischen staatssozialistischer Herrschaft und postsozialistischer Transformation. Damit untersucht er, wie der Alltag der Menschen in der späten DDR und den Jahren nach der Wiedervereinigung von Heimatpraktiken geprägt war.
Das Buch ist am 10. März 2026 im Transcript-Verlag erschienen.
Johannes Schütz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Abteilung IV »Regime des Sozialen« am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
