Verbundprojekt: Das mediale Erbe der DDR
Projekt des ZZF mit der LMU München und der FU Berlin
Projekt-Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Jürgen Danyel (bis September 2024), Christoph Classen
Projekt des ZZF mit der LMU München und der FU Berlin
Projekt-Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Jürgen Danyel (bis September 2024), Christoph Classen
Wirtschaftliche Prozesse sind grundsätzlich mit dem Verbrauch bzw. der Umwandlung von Energie verbunden. Dabei hat sich die Zusammensetzung der Primärenergieträger historisch stark gewandelt. Seit der Entstehung der Umweltbewegung und den Sorgen um globale Ressourcengrenzen in den 1970er-Jahren ist die Verbindungen von Ökonomie und Ökologie zu einem zentralen gesellschaftlichen und politischen Thema geworden, dessen Relevanz sich unter den Bedingungen des Klimawandels noch einmal verstärkt hat.
Welche Rolle spielten Ideologie und Herrschaft im Alltag der DDR-Bürger? Welche sozialen und kulturellen Transformationsprozesse lassen sich beobachten? Zu den hier untersuchten Themen gehören z. B. die Sozialgeschichte der SED-Diktatur, die Transformation der DDR-Staatspartei, die Geschichte des BND nach 1968 sowie Schönheitsideale.
Aktuell leitet Prof. Dr. Frank Bösch am ZZF sechs Projekte, die sich mit folgenden Themen befassen: Radikale Rechte in Deutschland · Wandel der Arbeitswelt · Mediales Erbe der DDR · Crafting Entanglements ·Transformation ostdeutscher Hochschulen · Ostdeutsche Villenviertel
Aktuell zeigt das Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte in Potsdam die von Anja Tack und Isabel Enzenbach kuratierte Ausstellung
Die Mobilisierung gesellschaftlicher und materieller Ressourcen ist kein Spezifikum diktatorischer Systeme. Für sie hat Mobilisierung aber besondere Bedeutung. Denn sie sind darauf angewiesen, soziale Dynamik nicht nur zu kontrollieren, sondern in Bahnen zu lenken, die der Realisierung ihrer eigenen politischen Ziele dienen. Die Projekte konzentrieren sich auf die Frage, welche Bedeutung die Akteure auf der regionalen und lokalen Ebene für die Mobilisierung in der NS-Diktatur hatten.
Wissen ist immer in irgendeiner Form geordnet und zugleich ordnet es bestimmte Handlungsfelder, in denen es praktisch reproduziert wird. Die Arbeiten in diesem Bereich untersuchen sowohl den Wandel als auch die Prägekraft unterschiedlicher Wissensordnungen in Politik und Wirtschaft. Mit Blick auf die Zeitgeschichte insgesamt fragen sie insbesondere nach der Bedeutung zeitgenössischer Wissenschaften für die Veränderung von Weltwahrnehmungen und Handlungsweisen. Darüber hinaus reflektieren sie die Auswirkungen dieser Wissensordnungen auf die historische Erkenntnis.
Nach dem Zweiten Weltkrieg – verstärkt seit den 1970er-Jahren und noch einmal beschleunigt ab den 1990er-Jahren – verdichteten sich die transnationalen wirtschaftlichen Verflechtungen. Wie entwickelte sich dieser oft als Globalisierung bezeichnete Prozess aus dem unternehmerischen Handeln und aus den Wirtschaftspolitiken auf nationaler, aber auch internationaler Ebene? Und welche Konsequenzen hatte er wiederum für die Unternehmen und die Politik? Wie reagierten historische Akteure auf damit verbundene Krisen, Strukturwandel und neue politische Rahmenbedingungen?
Die Spezialbibliothek des ZZF sammelt wissenschaftliche Literatur zur deutschen und europäischen Zeitgeschichte ab 1945, mit den Schwerpunkten Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik- und Kulturgeschichte sowie Mediengeschichte. Internationale Literatur zur Teilungs- und Wiedervereinigungsgeschichte Deutschlands bildet den Kernbestand der Bibliothek, die als öffentlich zugängliche Präsenzbibliothek im Zentrum Potsdams den Wissenschaftler*innen des Hauses sowie allen zeitgeschichtlich Interessierten zur Verfügung steht.
Mit Zeitgeschichte digital (www.search.zeitgeschichte-digital.de) entwickelt das ZZF eine eigene digitale Forschungsinfrastruktur für die Zeitgeschichte. Sie erschließt und vernetzt die am Institut entwickelten und redaktionell betreuten Online-Projekte mit einer Fülle digitaler Ressourcen unter einem Dach. Die Plattform bietet einen zentralen Zugriff auf alle Angebote: sämtliche Beiträge sind mit Hilfe einer übergreifenden Sachklassifikation auffindbar.