Politische Transformationen von Energie und Umwelt

Bildinfo

Pipeline in der Nähe von Sines, in Portugal, Foto: Traroth, Quelle: wikimedia commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wirtschaftliche Prozesse sind grundsätzlich mit dem Verbrauch bzw. der Umwandlung von Energie verbunden. Dabei hat sich die Zusammensetzung der Primärenergieträger historisch stark gewandelt. Seit der Entstehung der Umweltbewegung und den Sorgen um globale Ressourcengrenzen in den 1970er-Jahren ist die Verbindungen von Ökonomie und Ökologie zu einem zentralen gesellschaftlichen und politischen Thema geworden, dessen Relevanz sich unter den Bedingungen des Klimawandels noch einmal verstärkt hat. Wie versuchten nationale Regierungen und internationale Organisationen den ausreichenden Energiezufluss sicherzustellen? Welche Schritte unternahmen sie, wie auch zivilgesellschaftliche Organisationen, um die negativen ökologischen Folgen des Energiekonsums zu kontrollieren?

Projekte

Beatrice Azzola

Gasoline Tales: Eine Geschichte von Öl, Macht und Tankstellen in Westeuropa

Forschungsprojekt
Dieses Teilprojekt rekonstruiert die Geschichte der Tankstellen in Westeuropa seit den 1950er Jahren und bettet sie in den breiteren Kontext der internationalen Ölpolitik ein, die den Alltag ihrer Nutzer*innen prägte. Im Fokus steht eine vergleichende Analyse Westdeutschlands und Italiens,

Julian-Dakota Bock

Orte des Stillstandes. Parken, urbaner Raum und lokale Lebenswelten in Westdeutschland und Großbritannien, ca. 1950–2000

Dissertationsprojekt 
Das Teilprojekt beschäftigt sich mit der Unterbringung parkender PKW in westeuropäischen Städten seit dem Durchbruch der Massenmotorisierung in den 1950er-Jahren. Dabei wird vor allem danach gefragt, wie die Massenmotorisierung und der damit verbundene Flächenbedarf parkender Fahrzeuge lokale Lebenswelten, Alltagspraktiken und Raumkonflikte prägten.

Leon Waldmann

Umgehungsstraßen im “Autoland” – Motorisierung und Umwelt in der Bundesrepublik der Great Acceleration 1950-2000

Dissertationsprojekt 
Das Projekt untersucht, wie sich in der Bundesrepublik zwischen 1950 und 2000 automobile – und damit energieintensive – Lebensweisen verbreiteten und zugleich im Zuge der Debatten um Umweltverschmutzung und Klimawandel in die Kritik gerieten. 

Rüdiger Graf, Christopher Neumaier

Auto(im)mobile Infrastrukturen in der Bundesrepublik und West Europa in der Great Acceleration

Verbundprojekt
mit drei Teilprojekten am ZZF
Leitung: Rüdiger Graf und Christopher Neumaier 
Gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft, Förderlinie „Kooperative Exzellenz“ (2026)
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über den Klimawandel und die „Mobilitätswende“ bewertet dieses Projekt die Geschichte der Automobilinfrastruktur in Westdeutschland und Westeuropa seit Mitte des 20. Jahrhunderts neu.

Mario Bianchini

Die Produktion und Verbreitung von Energiewissen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR 1949-1989/90

Forschungsprojekt

Im deutsch-deutschen Vergleich wird danach gefragt, wie Energiewissen in einem planwirtschaftlichen System mit einer staatlich gelenkten Öffentlichkeit, und einer liberalen Wirtschaftsordnung erzeugt und verbreitet wurde. 

Jan-Henrik Meyer

Nuclear energy, international organisations and the law

Assoziiertes Forschungsprojekt
Am Beispiel der Geschichte der internationalen, europäischen und nationalen rechtlichen Regulierung der Atomkraft behandelt das Projekt zentrale zeithistorische Problemkomplexe: die Rolle internationaler Organisationen und ihrer Experten; Politik, Recht und Regulierung; Umweltschutz und Energienutzung; und den Umgang mit Technologien und ihren Risiken.

Laura Kaiser

Ökonomische Expertise und die Steuerung der Umweltpolitik in der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren

Dissertationsprojekt

Teilprojekt des Verbundprojekts "Die Erwartung von Grenzen und die Begrenzung der Erwartungen" 
Das Promotionsprojekt untersucht den steigenden Stellenwert ökonomischer Regulierungsinstrumente in der bundesdeutschen Umweltpolitik im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts.