Aktuelle Ausstellungen des ZZF in Potsdam

Schwarz-Weiß-Foto einer jungen Frau, die Zigarette rauchend im Innenhof eines Gebäudes steht. Im Hintergrund sind fünf Mülltonnen zu sehen, vier sind eckig, eine rund. Die Frau hat die Beine über Kreuz, exhaliert Rauch und schaut dabei schräg nach oben.
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Bildinfo

Foto: Merit Schambach, Marie, Ost-Berlin / Prenzlauer Berg, 1988

Art der Veranstaltung
Ausstellungen
Datum
-
Ort
Potsdam

 

Noch bis Ende März zeigt das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) zwei Foto-Ausstellungen: 

Ausstellung 
»Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre« 

28. November 2025 - 22. März 2026 
Ort: Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam 
Öffnungszeiten: Di. bis So., 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr 
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro 

»Komm! ins Offene, Freund« – der erste Vers eines Hölderlin-Gedichts war in der späten DDR ein beliebter Ausspruch. Die Ausstellung »Das Weite suchen«, kuratiert von Isabel Enzenbach und Anja Tack (beide ZZF), knüpft an die damit verbundene Aufforderung an und zeigt Fotografien, von Künstler*innen, die ihre Kamera nutzten, um den Blick zu öffnen. Die Ausstellung lädt zu einer neuen Auseinandersetzung mit dem Jahrzehnt der Transformation in Ostdeutschland ein – von der späten DDR bis in die Mitte der 1990er Jahre. Gezeigt werden Fotografien, die individuelle Perspektiven auf Alltag, Protest und Wandel eröffnen. Die ausgewählten Arbeiten werfen einen intimen, kritischen oder irritierenden Blick auf ein Jahrzehnt, das bis heute nachwirkt.



Fotoausstellung 
»Weiter geht's nicht. Das Ende der Sowjetunion auf Kamtschatka 1991/92«





 
Die Ausstellung ist finanziert durch die Europäische Union im Rahmen des WIDERA-Programms (EUROPAST Projekt, Grant Agreement No. 101079466).

Im Herbst 1991 machte sich Anselm Graubner von Weimar aus auf den Weg in ferne Regionen. Der Zufall ermöglichte es ihm, das Ende des Sozialismus an der Pazifikküste zu erleben. Als Fotokorrespondent der regionalen Zeitung Kamtschatskaja Prawda dokumentierte er die Arbeits- und Lebensbedingungen an einem Ort, der mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine militärische Bedeutung verlor. Daraus folgten Öffnung und Aufbruch ebenso wie Perspektivlosigkeit und Niedergang. 
Die Osteuropahistorikerin Corinna Kuhr-Korolev (wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZZF in der Abteilung: Kommiunismus und Gesellschaft) sichtete gemeinsam mit Anselm Graubner den umfangreichen Bestand seiner Fotografien aus Kamtschatka und kuratierte die Fotoschau.
 
 
Veranstaltungsort
Potsdam