BND zapfte geheimes SED-Richtfunknetz an – und blieb trotzdem unbeliebt

Rüdiger Bergien, Jens Gieseke und Jakob Mühle nach der Buchvorstellung

ZZF-Historiker Jens Gieseke und Jakob Mühle haben zusammen mit Rüdiger Bergien in Pullach einen neuen Band über den Bundesnachrichtendienst nach der Ära Gehlen vorgestellt. Trotz erfolgreicher Spionage nannte Kanzler Helmut Schmidt die Pullacher einen »Dilettanten-Verein«.

Jens Gieseke leitet zusammen mit Dr. Juliane Fürst die Abteilung I »Kommunismus und Gesellschaft« am ZZF Potsdam und forscht in einem aktuellen Projekt zum Wandel der Einstellung der DDR-Bevölkerung, u. a. im Spiegel von Geheimdienstberichten. Jakob Mühle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in derselben Abteilung und promoviert zur »DDR im Blick des BND. Politische Spionage und nachrichtendienstliche Wissensproduktion in der zweiten Hälfte des Kalten Krieges (1968-1990)«.