Ein neuer Blogeintrag auf der Plattform dokdoc.eu gibt Einblicke in das Forschungsprojekt "DESINEE – La Désindustrialisation en Allemagne et en France: expériences et émotions des années 1960 jusqu’à nos jours". Gefördert von der Agence Nationale de la Recherche und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, untersucht es die sozialen und emotionalen Folgen der Deindustrialisierung in vergleichender Perspektive. Fünf Forschende arbeiten darin an Fallstudien in Deutschland und Frankreich.
Julia Wambach informiert über erste Erkenntnisse aus Untersuchungen in Gelsenkirchen. Denn wenn Kohle und Stahl verschwinden, entsteht Neues. So haben der Fußballverein Schalke 04 und das städtische Museum neue Rollen übernommen und Solidarität mit dem lokalen Erbe geübt. Ob sich ähnliche Prozesse auch in einstigen Kohleregionen in Frankreich beobachten lassen, untersucht das Projekt weiterhin.
Julia Wambach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der Nachwuchsförderung am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Sie ist Teil des deutsch-französischen Projekts DESINEE und forscht zur Geschichte der Deindustrialisierung in Gelsenkirchen und Lens.